Retter Bier Hell

Autor
visch
Erstellt
Sonntag, 17. Mai 2009
Bewertung des Tests
(31 Stimmen)
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Retter Bier Hell
  • Biersorte
    Helles
  • Alkoholgehalt
    4,6 %
  • Behältnis
    Glasflasche
  • Reinheitsgebot
    Ja
  • Brauerei
    Einsiedler Brauhaus GmbH
  • Stadt
    Einsiedel
  • Land
    Deutschland
  • Besonderheit
    -
  • Design

    Auf den ersten Blick ist dieses Bier sicherlich nicht schwer zu übersehen. Die Grundfarbe des Etiketts ist weiß, dazu kommt grün und gold für die sonstige Ausgestaltung. Es wirkt recht langweilig. Weder macht es neugierig noch strahlt es eine Besonderheit aus, die es unverwechselbar machen könnte. Ich würde mir eine Kiste davon wahrscheinlich nur anschaffen, wenn es darum ginge, mit möglichst schrägem, unbekanntem Bier einen lustigen Abend zu verbringen. Der Geschmack wäre dabei nebensächlich. Allein „Der Durst-Löscher“, wie es auf dem Etikett zu lesen ist, würde wahrscheinlich zu der Entscheidung beitragen.

     

    Geruch

    Der Geruch ist sehr fruchtig, erinnert mich an etwas, das mir nicht einfällt. Etwas streng, vielleicht liegt es daran, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum um drei Monate überschritten ist.

     

    Aussehen

    Dass der Schaum innerhalb von wenigen Sekunden fast restlos verschwunden ist, kann ich als kein gutes Zeichen werten. Ich werde mich für den ersten Schluck überwinden müssen.

     

    Geschmack

    Was eine Überraschung, das Getränk ist sehr mild! Der Antrunk ist prickelnd, im Mund fühlt es sich wiederum ziemlich cremig-weich an.

    Geschmacklich befindet sich das Bier auf relativ niedrigem Niveau. Das Spektrum ist sehr beschränkt: Der anfänglich stark (mittlerweile nachgelassene) fruchtige Geruch spiegelt sich nicht im Geschmack wider. Ein besonderes Aroma kann man nicht herausfiltern.

    Der Nachgeschmack ist durchschnittlich bitter und wahrscheinlich das einzig Erwähnenswerte an diesem Gebräu. Er lässt relativ schnell und gleichmäßig nach und hinterlässt anschließend einen dezent-bitteren Geschmack am Gaumen. Das nächste Ansetzen des Glases lässt folgerichtig nicht lange auf sich warten. Somit kann ich das Motto „Der Durst-Retter“ nur bestätigen.

    Da ich von der Geschmackstiefe nicht angetan bin, kann ich auch im Allgemeinen dieses Bier als eines empfehlen, das man entweder schnell oder einfach nur nebenbei trinkt.

    Was mich dennoch erstaunt ist die Ausdauer, die es aufweist. Obwohl es mit viel Kohlensäure versetzt ist, die eigentlich nach kurzer Zeit stark abnehmen sollte, ist sie bei jedem Schluck selbst nach längerer Zeit noch deutlich zu spüren.

    Nach einiger Zeit tut sich dann geschmacklich doch noch etwas: Das Malz setzt sich etwas deutlicher durch, jedoch erst nachdem es lange Zeit abgestanden hat und es dann doch an Spritzigkeit verloren hat.

    Der letzte Rest ist leider sehr lasch, extrem wässrig, schade eigentlich. Es war gerade dabei vielfältiger zu werden und endet dann trotzdem in einem schwachen Höhepunkt.

  • Design
    3
  • Bieraussehen
    4-
  • Geruch
    4+
  • Geschmack
    3
  • Gesamtnote
    3-
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